EINSAM TANZEN
BRINGT NICHZ

Premiere 18.01.2026
Vortrag, Performance, Spielraum
Amberg | Velbert

gefördert im Rahmen der Prozessförderung des VFDKB
aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst

GALERIE

ZUM PROJEKT

„Wie kommen wir zusammen?“ – Diese Frage bildet den Ausgangspunkt von „Einsam Tanzen Bringt Nichz“. In einer Zeit zunehmender gesellschaftlicher Fragmentierung untersucht die Arbeit Möglichkeiten des Miteinanders und der kollektiven Handlungsfähigkeit.

Ausgehend von der politischen Theorie Hannah Arendts, insbesondere ihrem Begriff des Handelns (Vita Activa), verknüpft das Projekt philosophische Perspektiven mit persönlichen Erfahrungen und Stimmen aus lokalen Kontexten. Auf diese Weise eröffnen sich vielfältige Sichtweisen auf Verbundenheit, Verantwortung und gemeinschaftliches Handeln.

Das Format bewegt sich zwischen Vortrag und Performance und schafft einen offenen Spielraum, in dem Begegnung nicht nur thematisiert, sondern praktisch erprobt wird. So entsteht ein gemeinsamer Denk- und Erfahrungsraum - für alle, die in diesem Moment zusammenkommen.

PROZESSDOKUMENTATION

  • Künstlerisches Team:
    Bianca Kruppa (Konzept, Performance)
    Andi Hofstetter (Video, Licht, Technik)
    Kattrin Deufert (Dramaturgie, Outside Eye)

    Titel „Einsam Tanzen Bringt Nichz“: Simon Deufert

    Interviews: Eda Özkan, Emma Salima Alonso Steffens, Jannah Rose Verdadero, Nidhi Shaji

“Aber Tanz ist nicht nur eine geniale Denkfigur für Widerstand und Grenzüberschreitung, sie bringt eine Arbeitsweise mit, die mit vielen Leuten geteilt werden kann und soll.”

— Auszug aus einem Text zum Projekt von Kattrin Deufert (April 2026)

Das ist kein Stuhlkreis!

Premiere 23.05.2025
Partizipatives Performance-Projekt
Amberg | Bamberg

Eine großartige Stunde ohne Regeln, ohne Reden. Ich bin verzaubert von diesem Moment.
Das Leben wäre so viel einfacher...
— Rückmeldung aus dem Publikum | Premiere 23.05.2025

Eine Gruppe junger Menschen beschäftigt sich damit, wie sie durch Körper und Bewegung zueinanderfinden und sich organisieren. Sie spielen mit der Bedeutung von Regeln und hinterfragen die sozialen Ordnungen, die in ihrem Zusammenspiel entstehen.
Wie organisieren wir uns über Körper und Bewegung - ganz ohne sprechen? Chaos, Spaß, Langeweile, Spiel, Widerstand, Zusammenhalt - Wie wirken sich kleine Veränderungen auf die gesamte Gruppe aus?
Im Prozess wird das Publikum Teil des sozialen Experiments. Es beginnt in einem Stuhlkreis und wird mit Live-Musik zu einem Tanz, der mit und durch die Menschen entsteht, die sich aufeinander beziehen: eine soziale Choreographie.

ZUM PROJEKT

  • Künstlerische Leitung: Bianca Kruppa | Künstlerisches Team (zusammentun): Andreas Hofstetter (Sound & Video), Ehab Suwwan (Tanz), Evelyn Mulzer (Tanz & Bildende Kunst) | 
    Ensemble: Serafina Bethlen Boyd, Lara Brandt, Sophie Friedl, Emma Tette, Rebecca Troup, Bastian Baumgärtner, Anton Lauterbach, Maria Schmidbauer, Mia Werges, Lukas Spies, Serfino Piseddu | Foto- & Videoaufnahmen: Michael Kutscher, Raffael Brei, Amira Weber | Organisation kontakt Kulturfestival: Alfred Preißler | Mentoring: Kattrin Deufert (deufert&plischke) | Kooperation: Jugendzentrum “Klärwerk” Amberg, Montessorischule Amberg, kontakt Kulturfestival | im Rahmen des MA Dance: Participation, Communities, Activism an der London Contemporary Dance School

So lässt sich sinnlich-körperlich erfahren, “dass Ordnungen keine Vor-Schriften sind, sondern performativ und interaktiv in der gemeinsamen Bewegung hergestellt werden.”

— Gabriele Klein (2012/2013): Choreografien des Alltags. Bewegung und Tanz im Kontext Kultureller Bildung

TUT EUCH ZUSAMMEN

April bis Juni 2025
Peer-to-Peer Austausch
Soziale Choreografie in ländlichen Räumen
gefördert im Rahmen von “tanz weit draußen”

Tanzkünstler*innen aus verschiedenen Regionen besuchen sich gegenseitig, tauschen Perspektiven und stärken kreative Allianzen – jenseits der Metropolen.

Bianca Kruppa und Kattrin Deufert begegnen sich als zwei Pionierinnen sozialer Choreografie in ländlichen Räumen und Orten städtischer Peripherie. Zwischen der Falschen Farm (Oberpfalz, Bayern) und der spinnereischwelm (NRW) entsteht 2025 eine tänzerische Verbindung durch gegenseitige Besuche, Projektteilhabe und reflektierenden Dialog.

Beide erforschen mit ihren Communities, wie Choreografie als kollektiver Prozess demokratische Erfahrungsräume eröffnet. Zentrale Fragen: Wie entsteht Choreografie im sozialen Miteinander? Und welche Kraft hat sie in ländlichen Räumen?

HÖR REIN

Wenn wir das kollektive Imaginäre ernst nehmen, dann wissen wir nicht, wo wir gerade sind ... das baut sich in dem Moment, mit den Leuten, die aus unterschiedlichen Situationen zusammenkommen.
— Thomas Plischke über soziale Choreografie im Gespräch zu Arbeitsweisen und Relevanz

“Aus der Möglichkeit, sich (…) zusammenzutun, erwächst für Arendt eine menschliche Freiheit (…):
gemeinsam mehr zu vermögen als alle Einzelnen zusammen, nämlich zu Neuanfängen fähig zu sein.”

— Eva v. Redecker (2020): Revolution für das Leben. Philosophie der neuen Protestformen, S. 140

CHaos & Gemeinschaft

20.-24.01.2025
Projektwoche mit 7./8. Klasse
Stadtgalerie Amberg & Montessorischule Amberg

Eine Gruppe junger Menschen hat sich mit den Momenten im Leben beschäftigt, die sich ganz schön chaotisch anfühlen können.

Gemeinsam haben wir uns gefragt, was Chaos eigentlich bedeutet und wie wir damit umgehen. Wir haben erarbeitet, was uns in chaotischen Zeiten Mut macht und welche Rolle die Gemeinschaft dabei spielt.

In unterschiedlichen Gruppen- und Raumkonstellationen ging es immer wieder darum, gemeinsame Scores für Bewegungsformen zu entwickeln, zu brechen und zu verändern.

In einem ständigen Aushandlungsprozess entstanden auf diese Weise Soziale Choreographien - unabhängig von einer leitenden Person als Choreograph*in oder Regisseur*in.

Das Prinzip CHAOS beinhaltete dabei das wiederkehrende Aufbrechen und Zusammenfinden von kleineren und größeren Gruppen.

Sich im CHAOS zurechtzufinden, es sogar als kreativen Neuanfang zu begreifen und den Mut zu eigenen Entscheidungen zu finden, ist am Ende (mit den Stimmen der Jugendlichen) gelungen...

“Weil wir es wollten.”
“Weil die kleinen Dinge zählen.”
“Weil Liebe wichtig ist.”
“No risk, no fun.”

“Im Chaos haben wir die Notwendigkeit
der Gemeinschaft wiederentdeckt.”

— Eintrag aus dem Notizbuch zum Chaos Lab (Nov 2024), B. Kruppa

CHaos Lab

22.-24.11.2024
Interdisziplinäres Forschungslabor
gefördert im Rahmen der Prozessförderung des VFDKB aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst
Stadtgalerie Amberg

Wo das Chaos auf die Ordnung trifft, gewinnt meist das Chaos, weil es besser organisiert ist.
— nach Terry Pratchett

Welche Rolle spielen die Verbindungen zwischen uns Menschen als Einzelelemente. Wie kommen wir zusammen und wie bewegen wir uns in komplexen (sozialen) Systemen? Welche (Un)Ordnungen bringen wir in unseren gemeinsamen Verabredungen hervor? Und welche kollektiven Ausdrucksformen können sich dabei entwickeln?